42. DMV 4h-Rennen erfolgreich absolviert: Ahrtal-Motorsport…

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Updated: April 11, 2017

… bringt beide Autos auf guten Platzierungen ins Ziel!

Bevor man ans Siegen denken darf, muss man erst mal das Ankommen beherrschen. Nachdem die Ahrtaler den Schritt auf die große Bühne des Tourenwagenrennsports im März bestanden hatten, hieß es für das 42. DMV 4h-Rennen am 08.04.2017 Konstanz zu beweisen und die Leistungen aus dem ersten Lauf zu bestätigen.

Dafür sollten zwei Fahrzeuge eingesetzt werden: mit den bekannten Fahrerpaarungen Roitzheim / Petersen in der Klasse V4 auf dem “neuen” BMW 325i sowie mit Moedebeck / Unkhoff auf dem M3 in der V5. Um an dem Freitagstraining mit der Möglichkeit von Taxifahrten gerüstet zu sein, wurde am Donnerstagabend lange gearbeitet, damit beide Fahrzeuge um den Ring rennen können.

Neben den “normalen” Rennvorbereitungen mussten dafür beispielsweise eben noch die zweiten Rennsitze eingebaut werden. Der BMW von Roitzheim und Petersen wurde noch fertig foliert und kleinere technische Änderungen aufgrund von Auflagen der Rennkommissare vorgenommen. Am Freitag schließlich konnten nach erfolgten Arbeiten letzte Einstellungsveränderungen am Fahrwerk vorgenommen werden und die LKWs beladen werden.

Roitzheim fasst es so zusammen: “Der Aufwand in der VLN im Vergleich zur RCN zeigt sich nicht nur an den Fahrzeugen, auch die Logistik hat sich schon deutlich verändert. Der Grundstein für einen Erfolg am Renntag wird schon in der gesamten Vorbereitung gelegt. Was dann im Rennen geschieht, ist nur die nach außen hin sichtbare Spitze des Eisberges.”

Mit dem Freitagstraining begann dann das Rennwochenende: Ankunft im Fahrerlager, Beziehen der Boxen, Aufbau des Teamzeltes, Vorbereiten der Fahrzeuge für das Training und die Taxifahrten. Trotz Problemen an der Elektrik des V4-Fahrzeuges konnten die Taxifahrten wie geplant durchgeführt werden, der M3 lief wie gewohnt problemfrei. Vor dem Qualifying am Samstag waren danach die technischen Abnahmen zu meistern, bevor der Freitag für das Team mit Pizza der Adenauer Pizzeria Pinocchio der lange Tag ausklingen konnte.

Da am Samstag das Zeittraining bereits um 08:30 Uhr starten sollte, war frühes Aufstehen angesagt, um die Elektrikprobleme des BMW 325i in den Griff zu bekommen. Pünktlich rollten beide Autos auf frischen Reifen in Ihren Gruppen dann hinaus auf die Strecke. Das Schrauben am 325i hatte sich gelohnt, beide Fahrer absolvierten problemfreie Runden. Roitzheim / Petersen stellten den BMW auf Startplatz 14 (von 18 Startern in ihrer Klasse). “Für das zweite Rennen gar nicht schlecht”, grinst Roitzheim.

Mit besten Wetteraussichten sollte da der eine oder andere Platz nach vorne drin sein. Zickig war im Training nicht das Wetter, sondern der M3, der am Vortag noch so brav gelaufen war. Aufgrund von Problemen mit dem Schaltgestänge mussten Unkoff und Moedebeck ihre zu absolvierenden Runden im Qualifying in einem einzigen Gang fahren, dazu gesellte sich Kühlwasserverlust. Knappe 90 Minuten hatten die Schrauber von Ahrtal-Motorsport Zeit, den M3 fit zu machen, bevor er in die Startaufstellung musste. Es gelang.

Aufgrund der technischen Probleme war aber “nur” der letzte Startplatz in der Klasse drin. “Hauptsache, der Wagen startet, dann sehen wir weiter!” war das Motto.

Die Startfahrer beider Fahrzeuge konnten dann wieder technisch problemfreie Zeit hinter dem Lenkrad genießen. Die Boxenstops verliefen auch ohne Zwischenfälle und man arbeitete sich im Feld nach vorne. Während die GT3-Fahrzeuge den Sieg naturgemäß unter sich ausmachten, gab es in den Klassen wieder harte Duelle um jeden Platz. Bei den Überholvorgängen durch die GT 3 kann man da viel gewinnen – oder verlieren. Je nachdem, wie der Streckenverlauf ist, kann man sich kurzzeitig an so einen Boliden “dranhängen” und von der Überrundung profitieren, weil man am Vordermann mit vorbeikommt.

Es kann aber auch komplett schief gehen und man muss den mühsam erkämpften Raum hergeben und sich dann wieder an den Vordermann herankämpfen. Ahrtal-Motorsport hatte ein glückliches Händchen am Lenkrad – im Ziel sah man in der Klasse V4 als 11. die Zielflagge (18 Starter) und in der V5 sogar als 5. (von 11 gestarteten Fahrzeugen). Roitzheim/Petersen fuhren dabei im 325i 22 Runden, die schnellste davon in Runde 19 mit 10 Min 10 Sec.

Im M3 legten Unkhoff / Moedebeck mit 09 Min 40 Sec in Runde 17 von 23 ebenso eine respektable Rundenzeit hin. “Auf die Spitze in den Klassen fehlen uns bei beiden Fahrzeugen jeweils ca. 20 Sekunden.”, zieht Roitzheim Bilanz. “Davon steckt viel im verwendeten Material, das muss man einfach sehen. Aber ich werte das positiv: denn fahrerisch können wir schon sehr gut mithalten.”
Ahrtal-Motorsport bleibt weiterhin “im Plan”: Lernen und Schritt für Schritt besser werden. Und jedes Rennen ins Ziel kommen! Dann kommt der Rest irgendwann.

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