Aus der Not eine Tugend gemacht – Roitzheim holt mit Rallyewagen Klassensieg auf der Rundstrecke!

By
Updated: September 23, 2015

Aus dem sechsten Lauf der RCN war der BMW M3 von Marc Roitzheim mit Verdacht auf Motorschaden zurück in die Werkstatt gebracht worden – was sich dann auch bestätigte: der Motor wurde ausgebaut und musste komplett überarbeitet werden. Dass “M” der schnellste Buchstabe der Welt ist, wusste man ja schon, aber dieser Buchstabe ist auch einer der teureren Buchstaben im Alphabet. Leider wurde der M3-Motor nicht rechtzeitig für den Lauf am 19.09. fertig und so griffen die Jungs von Ahrtal-Motorsport auf den 325i zurück, den sie eigentlich für die Rallye Köln-Ahrweiler aufbauen wollten. Die erforderlichen Anpassungen des Setups waren schnell erledigt, da man die entsprechenden Daten aus den Vorjahren nutzen konnte, in denen Roitzheim mit einem vergleichbaren BMW E36 unterwegs war. Und so konnten auch für den siebten Lauf der RCN-Meisterschaft drei Fahrzeuge gemeldet werden. Roitzheim und Moedebeck/Unkhoff starteten in der Klasse H5, Uwe Petersen nahm die Konkurrenz in der V5 in Angriff.
Mit Aussicht auf ein trockenes Rennen startete das Team gutgelaunt in den Renntag. Die GLP hatte die Strecke trockengefahren und so wurden trotz einiger Wolken auf allen Fahrzeugen Slicks montiert. Kurz nach dem Start meldete Roitzheim jedoch über Funk, dass er Probleme hatte und unplanmäßig die Box aufsuchen würde. Er beendete eine Sprintrunde mit minimalem Zeitverlust in der Box und konnte so das technische Problem durch die Boxencrew glücklicherweise schnell beheben lassen – eine Einspritzdüse hatte gestreikt, was mit wenigen Handgriffen behoben werden konnte. So nahm Roitzheim die Bestätigungsrunde schnell in Angriff und konnte fast ohne Strafpunkte bleiben.
Die reguläre Boxenphase bedeutete Fahrerwechsel bei Moedebeck/Unkhoff. Bis dahin war der BMW sauber gelaufen, Unkhoff übernahm den Wagen und stellte nach kurzer Zeit erhöhte Temperaturen im Wasserkreislauf fest. Trotz einiger Gegenmaßnahmen konnte die thermische Belastung des BMW nicht beseitigt werden und so steuerte Unkhoff nach zwei Sprintrunden die Box an um größere Schäden zu vermeiden. Dennoch befürchtet man einen Motorschaden. Pünktlich zum Boxenstopp setzte dann auch Nieselregen ein, allerdings erst, nachdem Roitzheim wieder mit Slicks auf die Strecke gegangen war. “Ich wusste am Anfang nicht, ob das mit Slicks gut gehen würde. Aber die Zeiten, die ich trotz nasser Fahrbahn fahren konnte, waren sehr gut und blieben es auch.” Roitzheim untertreibt etwas, denn in der Tat beendete er das Rennen auf Platz ein in seiner Klasse! “Und das mit dem Rallye-Wagen!”, strahlt Roitzheim, Und der dritte Fahrer im Bunde? Uwe Petersen konnte in seiner Klasse auch mit guten Zeiten überzeugen. Nachdem er sich anfangs sogar an der Spitze befunden hatte, ließen die Zeiten zum Rennende zwar ein wenig nach, aber Platz zwei in der Klasse V5 ist angesichts der starken Konkurrenz ein sehr gutes Ergebnis.

Auch wenn nur zwei Fahrzeuge gewertet wurden, hat Ahrtal-Motorsport auch bei diesem Lauf sein Potenzial wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und immer einen Wagen “in Reserve” zu haben, schadet anscheinend auch nicht! Nun konzentriert sich das Team auf die anstehenden Events: das RCN-Rennen und die Rallye Köln-Ahrweiler. Bis dahin sollte der M3 wieder einsatzbereit sein und der Rallye-Wagen wieder sein ursprüngliches Setup haben!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.